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's Elädrische

"da Fortschritt und de Maschinen stenga scho draußen vor da Tür und warten bloß, bis d'Leit nausdrucka kenna!"
Wortgewaltig verteidigt unsere Altbäurin, die Vorreitnerin, ihre Lebensgewohnheiten und warnt skeptisch vor dne Folgen des teschnischen Fortschritts. Aber aus ihren Worten spricht die Sorge um den Erhalt von ländlichen Arbeitplätzen sowie die Befürchtung des Zerfalls sozialer Strukturen. Sie sgat das oft derb, aber sehr treffend.
Ein hochaktuelles Thema!
Aber unser Stück spielt im Jahr 1921.
Die Elektrifizierung des bayerischen Oberlandes ist in vollem Gange. Unser Jungbauer, der Vorreitner Sixt, will unbedingt als Erster im Dorf 's Elädrische - das Elektrische auf seinem Hof und er setzt seine prestigeträchtigen Pläne, trotz aller Widerstände, druch.
Aber weder bei der Altbäuerin noch bei den Knechten oder Mägden kommt eine echte Begeisterung für die neue teschnische Errungenschaft auf.
Und schon gar beim Roßknecht Wast und der Magd Mirl stößt das elektrische Licht auf völlige Ablehnung. Ist es doch beim Austausch von Zärtlichkeiten zwischen Beiden entweder zu hell oder zu dunkel: "Scheiß Fortschritt, mit da Petroleumlampen war's vui scheener!"