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Hoagart

Drei Jahre nach ihrer Vereinsgründung verwandelte 1978 die Brauchtumsgruppe den nüchternen Kindergartensaal in einen anheimelnden Raum; er wurde zu einem echten „Hoamatl“. Was lag näher, als dies zum Anlass zu nehmen und einen Hoagart im ursprünglichen Sinn zu veranstalten.


Wugg Retzer, der Münchner Heimatschriftsteller und Turmschreiber, konnte als Sprecher gewonnen werden. Er erzählte wie in seiner Jugend Hoagart gehalten wurde:
„Die Leute hatten ja damals weder Radio noch Fernsehen oder Kino. Außer Fasching, Kirchweih und Hochzeiten gab es keine Lustbarkeiten. Da kamen sie eben in einer Bauernstube des Dorfes, auf Einödhöfen oder in der Gaststube des Wirtshauses zusammen, musizierten und sangen ihre schönen alten Weisen, derbleckten sich wohl auch mit Schnaderhüpferln und hie und da erzählte der Ahndl eine lustige oder gruslige G’schicht.“

In diesem Sinn wollten wir diesen Abend gestalten: Die Sängerinnen, Sänger und Musikanten saßen mitten unter den Zuhörern und sangen und spielten frisch und ungekünstelt echte Volksmusik. Dazwischen plauderte Wugg Retzer aus eigenen Erlebnissen und sorgte für Besinnlichkeit und Frohsinn. So geschehen im Jahr 1978.

Auch heute noch pflegt die Brauchtumsgruppe unter ihrem Abteilungsleiter für Volksmusik Heinz Polta diese Tradition. Das Publikum freut sich immer, wenn die von ihm eingeladenen Sängerinnen, Sänger und Musikanten mit ihrem Singen und Musizieren und die Sprecher mit Ihren lustigen und hintergründigen, aber auch besinnlichen G’schichtln diese Art von Hoagart Jahr für Jahr zu einem besonderen Genuss werden lassen.